Futter - Fibel für Hunde und Katzen
von Brigitte Büchner (Tierheilpraktikerin) und Peter Lundershausen.
Inhalt 1. Futterverteilung und Menge
Wir empfehlen Ihnen folgende Futterverteilung:
a) Jungtiere:
Aufgrund des hohen Proteinbedarfs während des Wachstums Fleisch ca. 80 %, Getreide und Gemüse zu gleichen Teilen ca. 20 % (Naßgewicht).
b) erwachsene Tiere:
Fleisch ca. 60 % - 70 %, Getreide und Gemüse zu gleichen Teilen ca. 30 % - 40 % (Naßgewicht).
c) ältere Tiere:
Ältere Tiere haben (u.a. aufgrund der nachlassenden Aktivität) einen geringeren Proteinbedarf. Deshalb empfehle ich Ihnen folgende Futterverteilung: Fleisch ca. 50 %, Getreide ca. 20 - 25 % und Gemüse ca. 25 % - 30 % (Naßgewicht).
Gönnen Sie Ihrem Tier zusätzlich zum Fleisch, Getreide, und Gemüse auch einige Kräuter (siehe dort) !
Bei Jungtieren sollten mehrere Portionen täglich gegeben werden. Für erwachsene Tiere kann eine Mahlzeit am Tag ausreichend sein. Wir füttern jedoch auch erwachsene Tiere zweimal am Tag. Die dabei aufgenommene geringere Futtermenge ist leichter verdaulich. Darüber hinaus haben wir in einen uralten Rassehundebuch eine ganz wunderbare Begründung für zwei Fütterungen gefunden: Die Fütterung gehört zu den Höhepunkten des Tages. Warum wollen Sie Ihrem Tier diese Freude nur einmal gönnen?
Die Hauptmahlzeit geben wir bei unseren Hunden nach dem großen Spaziergang, um die Gefahr einer Magendrehung zu verringern und die Verdauungsprozesse zu unterstützen. Auch bei Wolf steht das Beutefressen nicht vor der Jagd !
Hunde sind wesentlich länger domestiziert als Katzen. Sie können daher "menschliches" Futter besser vertragen. Der Bedarf an fleischlichen Proteinen bei Katzen ist erheblich höher. Unsere vorstehenden Futterverteilungsvorschläge betrachten Sie bitte bei Katzen als absolutes Minimum hinsichtlich des Fleischanteiles. Hunde können Sie ggf. auch rein vegetarisch ernähren. Wir lehnen jedoch eine solche, nicht artgerechte Ernährung ab. Sollten Sie trotzdem Ihren Hund rein vegetarisch ernähren wollen, empfehlen wir Ihnen, Ihren Speiseplan mit einem Tierheilpraktiker abzustimmen ! Bei Katzen ist dies absolut abzulehnen, da die Tiere Taurin benötigen, daß sie nur aus Fleisch erhalten.
Mengenempfehlungen geben wir nicht, da diese nicht nur von der Rasse, sondern auch von den Haltungsbedingungen (Auslauf, Bewegung usw.) und vom individuellen Stoffwechsel des Tieres abhängen. Grundsätzlich sagen wir zur Menge: Geben Sie dem Tier soviel es will und sofort auffrißt. Wenn das Tier jedoch soviel frißt, daß es nach dem Fressen einen aufgeblähten Bauch hat, müssen Sie regulierend eingreifen. Wenn das Tier sein Futter nicht auffrißt, nehmen Sie es wieder weg. Ggf. lassen Sie das Tier fasten (siehe dort).
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2. pflanzliche Stoffe
Die meisten pflanzlichen Produkte können Hunde und Katzen nicht in roher Form verarbeiten. In der Natur werden roh lediglich Kräuter, Nüsse und einige wenige Gemüse verzehrt. Die meisten pflanzlichen Stoffe entnehmen die Beutefresser dem Mageninhalt der Beutetiere, wo diese in vorverdauter Form vorliegen.
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3. Getreide
Getreide können Sie als Flocken füttern, die Sie in heißem Wasser oder Brühe einweichen. Sie können aber auch gekochten Reis oder Nudeln (beides Vollkorn!) füttern. Die Reiskörner sollten zerstoßen werden, da einige Tiere sie sonst unverdaut wieder ausscheiden.
Viele handelsüblichen Mixflocken werben zwar "mit Gemüse", jedoch erscheint uns der Gemüseanteil unter 10 % als zu gering. Bei der Verwendung solcher Flocken empfehlen wir zusätzliche Gemüsegaben. Sie können diese aber auch mit Gemüseflocken bzw. Trockengemüse aufwerten. Ein fertiger Getreide-/Gemüsemix besteht idealerweise aus mindestens 20 % Gemüse. Wenn ein Hersteller keinen Prozentsatz angibt, können Sie davon ausgehen, dass der Gemüseanteil weit geringer ist.
Eine weitere Möglichkeit besteht in trockenem oder dünn mit Quark oder Butter bestrichenem Vollkornbrot. Vollkorn-Knäckebrot nehmen Hunde gern als "Leckerchen" an.
Bitte passen Sie - insbesondere während der Sommermonate - auf, daß das Getreide nicht sauer wird. Dies kann passieren, wenn der Ansatz nach dem Quellen zu lange steht. Im Gegensatz zu "verdorbenem" Fleisch, kann Ihr Tier dies nicht verarbeiten; es schädigt den Verdauungstrakt und verdirbt das restliche Futter.
Idealerweise geben Sie Fleisch und pflanzliche Nahrung getrennt. Die Praxis zeigt jedoch, daß die meisten Tiere Getreide und Gemüse ablehnen, wenn diese nicht unter das Fleisch gemischt sind.
Anmerkung zur Negativ-Bewertung von Getreide in der Hundefütterung:
In einigen Foren wird relativ heiß über die vermeintlich schädigende Wirkung von Getreide diskutiert. Wissenschaftliche Erkenntnisse, die gegen eine Getreidefütterung sprechen, sind uns nicht bekannt. Man sollte die Entwicklung des Hundes nicht ganz vergessen. Er ist nicht vom Wolf (Fleischfresser) nahtlos zum "Hochenergie-Krokettenfresser" geworden. Über Jahrhunderte hinweg sind die Hunde mit Schlachtabfällen, Futterschrot und Kartoffeln ernährt worden.
Wer trotz allem einer Getreidebeimischung zum Futter misstraut, mag seinen Hund allein mit Fleisch und Gemüse ernähren. Auch bei zweifelsfrei diagnostizierter Getreideallergie sollte unbedingt auf Getreidebeigaben verzichtet werden.
Für eine Getreide-Beifütterung sprechen zwei Argumente:
1.) durch den hohen Anteil von Kohlehydraten ist Getreide hochsättigend
2.) Getreide ist wesentlich preiswerter als Gemüse
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4. Gemüse
Als Gemüse bieten sich gekochte Rüben, Karotten und Hülsenfrüchte (Bohnen, Linsen, Erbsen) an. Die Hülsenfrüchte müssen zerstoßen werden, da diese sonst unverdaut wieder ausgeschieden werden. Karotten können Sie, fein unter das Fleisch gerieben, auch roh geben. Diese wirken u.a. wurmaustreibend. Auch fein gehackter Spinat ist empfehlenswert.
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5. Kräuter und Gräser
Mischen Sie zusätzliche Kräuter kleingehackt unter das Futter (z.B. Petersilie, Kresse, Katzenminze, Löwenzahn, Brennessel, Kerbel, Thymian, Basilikum, Majoran usw.). Bitte beachten Sie aber, dass viele Kräuter eine "heilende" Wirkung haben. Diese sollten nicht in größeren Mengen und unkontrolliert als Futtermittel eingesetzt werden.
Wenn Ihr Tier Gras frißt, verbieten Sie dies nicht. Sie sollten es sogar hierzu ermuntern. Ein Erbrechen nach dem Genuß von Gräsern zeigt keine Magenverstimmung oder Unverträglichkeit an.
Eine Futterpflanze - irgendwo zwischen Kraut und Gras anzusiedeln - ist die Luzerne. Wir haben mit Luzerne als Futterbeimischung gute Erfahrungen gemacht.
Beim Putzen ihres Fellkleides nehmen die Tiere Haare auf und schlucken sie herunter. Einmal im Verdauungstrakt angekommen, knäueln sich die Haare zusammen und bilden Haarballen, welche nicht selten zur Verstopfung führen. Mit dem Fressen von Gras leitet das Tier also instinktiv einen Selbstreinigungsprozeß ein. Wenn die Haarballen schon zu weit im Verdauungstrakt fortgeschritten sind und nicht mehr erbrochen werden können, dient das verzehrte Gras als Ballaststoff und fördert die Darmbewegung. Außerdem ist Gras ein zusätzlicher Vitaminlieferant.
Für Wohnungskatzen sollten sie Katzengras züchten. Dies ist zur Selbstreinigung jeder Maltpaste vorzuziehen, da viele Maltpasten Konservierungsstoffe und Antioxidationsmittel enthalten.
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6. Fleisch
Fleisch sollte grundsätzlich roh verabreicht werden, wobei eine vernünftige Mischung aus Innereien und Muskelfleisch gegeben werden sollte. Sie können z. B. Rind, Schaf, Ziege, Pferd, Geflügel und Kaninchen verfüttern. Keinesfalls dürfen Sie (rohes) Schweinefleisch geben, da hier die Gefahr einer Virusinfektion besteht.
Wir befassen uns im folgenden ausschließlich mit Rindfleisch, da dieses relativ leicht und zu erträglichen Preisen zu beschaffen ist.
Fleischsorten:
Pansen / Blättermagen Kehlkopf / Gurgel Lunge Leber Schlund und Maulfleisch
Herz und schieres Rindfleisch (Muskelfleisch) Knochen
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Pansen / Blättermagen:
Pansen und Blättermagen (die Mägen des Rindes) sind wegen ihres Gehaltes an pflanzlichen Rückständen besonders wertvoll. Versuchen Sie es, ob Ihre Katze fein durch den Wolf gedrehten Pansen nimmt. Leider lehnen die meisten Katzen, die "Hundefutter" nicht von klein auf gewöhnt sind, dieses Futter ab und bestehen auf Herz, Muskelfleisch oder Leber. Abgesehen davon, daß dies wesentlich teurer ist, halten wir Pansen auch für gesünder. Junge Katzen sollten Sie von Anfang an daran gewöhnen, daß sie nicht nur rotes "Luxusfleisch" bekommen. Pansen und Blättermagen haben einen geringeren Proteingehalt als Muskelfleisch. Deshalb eignen sie sich auch besonders für ältere Tiere. Der Vitamingehalt ist höher als im Fleisch.
Pansen hat einen höheren Fettgehalt als Blättermagen und ist deshalb für Jungtiere im Wachstum und für untergewichtige Tiere geeignet. Bei Tieren mit der Neigung zur Fettleibigkeit ist der Blättermagen (ggf. mit Lunge gemischt) vorzuziehen. Den oftmals angebotenen "weißen" Pansen sollten Sie keinesfalls kaufen, da er durch Herauswaschen der pflanzlichen Rückstände wesentlich wertloser als dunkler Pansen ist.
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Kehlkopf / Gurgel:
Die Gurgel (Kehlkopf) ist der ideale Kalziumspender, da diese zu großen Teilen aus Knorpel besteht. Das im Knorpel enthaltene Kalzium kann (besser als Knochen) ideal als Baustein für den Knochenbau umgesetzt werden und hilft dem Hund auch bei der eigenen Knorpel- und Knochenbildung. Darüber hinaus haftet dem Kehlkopf mageres Fleisch an. Da Kehlköpfe auch noch relativ preiswert sind, empfehlen wir sie als Basis der Fleischfütterung, insbesondere für Jungtiere.
Wenn Sie Fleisch und pflanzliche Stoffe nicht getrennt füttern, sollten Sie den Kehlkopf durch den Wolf drehen lassen. Sie können dann die pflanzlichen Bestandteile problemlos untermischen. Ganze (bzw. besser halbe) Kehlköpfe haben den Vorteil nicht nur Nahrung zu sein, sondern auch Knabber- und Spielzeug.
Auch viele Katzen knabbern gern. Bieten Sie deshalb auch Ihrer Katze geschnittene Kehlkopfstücke an. Nicht jede Katze nimmt Kehlkopf pur. Fragen Sie Ihren Futterhändler, ob er Ihnen z. B. eine Mischung aus 50 % Kehlkopf, 25 % Herz und 25 % Muskelfleisch macht - alles zusammen durch den Wolf gedreht. Diese Mischung wird bei unseren Katzen gern angenommen. Für Katzenkinder kann diese Mischung mit einer engeren Klinge durch den Wolf gedreht werden, so daß es fein wie Gehacktes wird. Dieses Fleisch kann bereits in der dritten oder vierten Woche zugefüttert werden. Ein Futterhändler, dem neben seinem Geschäft auch die Gesundheit Ihres Tieres am Herzen liegt, wird Ihnen auf Vorbestellung gerne ähnliche Mischungen mit Kehlkopf herstellen.
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Lunge:
Lunge hat ein hohes Futtervolumen und kaum Nährwerte. Das heißt: Ihr Tier hat schnell einen vollen Magen und damit das Gefühl der Sättigung, ohne viel Kalorien, Protein oder Fett zu sich genommen zu haben. Sie eignet sich deshalb insbesondere für eine Diät zur Gewichtsreduzierung. Für übergewichtige Katzen werden Sie Lunge mit etwas Herz oder Muskelfleisch mischen müssen. Wir haben noch keine Katze (und auch wenig Hunde) kennen gelernt, die von roher Lunge begeistert sind. Beim Hund bietet sich gemahlener Kehlkopf oder Blättermagen als Mischfutter zur Lunge an. Pansen empfehlen wir in diesem Fall nicht, da er in der Regel einen hohen Fettgehalt hat.
Für das gesunde Tier, das kein Übergewicht hat und insbesondere für Tiere im Wachstum, während der Schwangerschaft oder der Stillzeit ist Lunge wertlos !
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Leber:
Leber fressen die Tiere sehr gerne, da sie sehr reich an Vitaminen und Spurenelementen ist. Leber ist auch nützlich und heilsam bei Anämie. Allerdings verursacht sie bei einigen Tieren auch Durchfall. Außerdem ist die Leber ein Entgiftungsorgan, wodurch sie entsprechend schadstoffbelastet ist. Leber sollte keinesfalls öfter als 1 x wöchentlich gegeben werden. Bei zu viel Leber-Fütterung besteht die Gefahr einer Vitamin-A-Überdosierung.
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Schlund und Maulfleisch:
Schlund und Maulfleisch fressen die meisten Hunde sehr gern. Insbesondere das (sehr zähe) Maulfleisch bereitet großes Kauvergnügen. Versuchen Sie, ob Ihre Katze diese Fleischsorten (fein durch den Wolf gedreht) annimmt; sie sind dann eine preiswerte Alternative zum "roten Fleisch". Wir kennen einige Katzen, die Maulfleisch und Schlund gerne annehmen.
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Herz und schieres Rindfleisch (Muskelfleisch):
Herz und schieres Rindfleisch sind die bevorzugten Leckereien der Katze. Wenn Sie es sich leisten können, wird sich auch Ihr Hund hierüber freuen. Dem gesunden Hund können Sie gern Herz "wie gewachsen" (mit Fett) anbieten. Allerdings sollten Sie den Hund unter "normalen" Haltungsbedingungen nicht ausschließlich mit Herz oder Muskelfleisch füttern, da beides einen recht hohen Proteingehalt hat, den der Hund nicht verbraucht.
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Knochen:
Knochen sind ein ideales Zahnputzmittel für Ihr Tier. Allerdings können gesplitterte, verschlungene Knochen schwere, innere Verletzungen verursachen. Geben Sie deshalb nur Knochen, die nicht splittern. Wir empfehlen Kalbsrippen. Als Kalziumspender halten wir Knorpel (wie z. B. den Kehlkopf) ohnehin für wertvoller, da Knorpel leichter verdaulich ist und nicht zu teilweise extremen Verstopfungen führt wie Knochen. Auch sollten Sie Knochen immer nach der Mahlzeit geben, da der Verdauungstrakt dann durch die Nahrung "ausgepolstert" ist; ein Verletzungsrisiko wird gemindert.
Immer wieder hört man, das keinesfalls Geflügelknochen verfüttert werden dürfen. Entspräche dies der Wahrheit, so müsste die Fuchspopulation längst ausgestorben sein...!
Wir geben unseren Hunden und Katzen in regelmäßigen Abständen Geflügel und hatten noch nie Probleme dadurch.
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7. Futterumstellung
Wenn Ihr Tier bisher ausschließlich Fertigfutter erhalten hat und das rohe Fleisch verweigert oder mit Durchfall reagiert, empfehlen wir Ihnen eine langsame und behutsame Umstellung.
Hier ein besonders behutsames Umstellungsbeispiel:
1. Woche: 75 % gewohnte Nahrung und 25 % neues Futter mit gekochtem Fleisch
2. Woche: 50 % gewohnte Nahrung und 50 % neues Futter mit gekochtem Fleisch
3. Woche: 25 % gewohnte Nahrung und 75 % neues Futter mit gekochtem Fleisch
4. Woche: 100 % neues Futter mit gekochtem Fleisch
5. Woche: neues Futter mit 25 % rohem Fleischanteil
6. Woche: neues Futter mit 50 % rohem Fleischanteil
7. Woche: neues Futter mit 75 % rohem Fleischanteil
8. Woche: neues Futter mit 100 % rohem Fleisch
Selbstverständlich können Sie versuchen, die vorstehenden Intervalle zu verkürzen (z.B. alle 2-3 Tage ein Wechsel statt jede Woche).
Sie können das erwachsene Tier auch ein bis zwei Tage fasten lassen und sehen, ob es jetzt rohes Fleisch nimmt. Beim Hund werden Sie hiermit in fast allen Fällen Erfolg haben. Die Katze ist da schon etwas eigensinniger und verweigert ungewohnte Nahrung teilweise auch bei größtem Hunger. In diesem Fall müssen Sie es mit vorstehendem Umstellungsbeispiel versuchen.
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8. Fasten
In der Natur machen Raubtiere nicht jeden Tag Beute. Es ist also natürlich, das erwachsene Tier gelegentlich (z.B. einmal pro Woche) fasten zu lassen. Das Fasten ist äußerst gesund, man kann es als innere Reinigung verstehen.
Wir wissen, daß es nicht leicht ist, den bettelnden Tieraugen zu widerstehen und müssen zugeben, daß wir mit dem Fasten bei unseren Tieren nicht besonders konsequent sind. Aber nur, weil wir etwas nicht ganz richtig machen, heißt dies ja nicht, daß Sie dies nachmachen sollen.
Grundsätzlich sollte man das Tier bei allen auftretenden Krankheiten zunächst fasten lassen, bis man den Tierheilpraktiker oder den Tierarzt konsultiert hat.
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